Alle Artikel in: Allerlei

Landesaertekammer Blutdruck messen

Keine Sorge um die Versorgung

Mainzer Bürger dürfen auch mal krank werden „Wie ein Derwisch bin ich früher über die Bühne getanzt, quer über Tische und Bänke gefegt“, erinnert sich Kammersänger Jürgen Rust. Der gebürtige Berliner ist seit über 30 Jahren als Tenor am Mainzer Staatstheater engagiert. Der Part des Buffo, des lustigen Gesellen in Oper, Operette und Musical ist seine Paraderolle. Und jede Inszenierung fordert nicht nur Höchstleitungen in stimmlicher Hinsicht, sondern auch vollen Körpereinsatz. Auf ein Mattenlager drei Meter in der Tiefe unter der Bühne zu springen wenn es die Regie so will, bei Prügelszenen durch eine falsche Bewegung des Kollegen einen Schneidezahn verlieren, für den Kammersänger gehört das über Jahrzehnte zum Berufsalltag. Jetzt mit 60 Jahren muss er allerdings bekennen: „Es geht nicht mehr so wie früher“. Der Beruf fordert seinen Tribut. Besonders in den Knochen. Erst schleichend, im Frühjahr dann akut, machten sich Schmerzen in der linken Hüfte bemerkbar. Die Diagnose der Mainzer Ärzte: Arthrose, ein Verschleiß der Knorpelschicht in den Gelenken, die häufigste Form aller Gelenkerkrankungen weltweit. In Deutschland leiden darunter mindestens 12 Prozent der …

ap4f6dc1e544834_xs

Wenn Mama und Papa arbeiten möchten

Mainzer Familien benötigen moderne Betreuungskonzepte Gerne scharen sich die Kleinsten in den Mainzer Kindergärten nachmittags um Annelie Sieben, wenn diese ihnen aufmunternd zuruft „Augen zu, Ohren auf, Pony hoch“ und nach einem Buch greift. Die rüstige und engagierte Endsechsigerin ist eine von vielen Vorlesepaten der Stiftung Lesen, die nachmittags ehrenamtlich in den Kindergärten der Stadt Mainz das vermittelt, was in Familien heute kaum noch praktiziert werden kann: Die Oma nimmt sich Zeit und liest vor. Aber auch die Vorleseoma profitiert: „Ich habe keine Enkelkinder und halte so den Kontakt zur jüngsten Generation, die Kinder geben mir viel“. Herausforderung Beruf und Kind Die Zeiten, in denen Kinder mit Eltern und Großeltern auf engsten Raum lebten, in denen für Betreuung und Unterhaltung rund um die Uhr gesorgt war, sind längst passé. Moderne Großeltern sind aktiver als früher oder leben weit entfernt, bei vielen Elternpaaren sind beide berufstätig. Eine Herausforderung, der sich Eltern und Kinder wie auch der Gesetzgeber stellen müssen. „Heute ist es möglich, dass in Familien beide Elternteile nach der Elternzeit wieder sehr früh in den …