Monate: April 2012

Jüdisches Gemeindezentrum Mainz / Jewish Community Center Mainz

Ein Totentanz für die Opfer

24.04.2012 – MAINZ SYNAGOGE Konzert zeichnet „Bilder aus dem jüdischen Leben“ / Dunkle Klage und Kindermelodien (mpl). Einen kurzen Augenblick herrscht Schweigen im Konzertsaal der Mainzer Synagoge. Der Eindruck von Dimitri Schostakowitschs Kla-viertrio e-moll op 67 hallt im Raum nach. „Bilder aus dem jüdischen Leben“, so lautete der Titel des vorangegangenen Konzerts, zu dem die Anni Eisler-Lehmann-Stiftung eingeladen hatte. Im Zentrum des musikalischen Geschehens stand der Stipendiat der Stiftung, Igor Tsinman. Der aus Russland stammende Violinist wird derzeit an der Mainzer Musikhochschule ausgebildet. Für das Konzert stellte er ein Programm aus Klaviertrios des 20. Jahrhunderts zusammen, die Motive des jüdischen Lebens und der jüdischen Musik verarbeiten. Kompositionen, die unter dem Eindruck der Verbrechen des Zweiten Weltkrieges stehen, können keine leichte Kost sein. Doch Igor Tsinman, Bekhzid Abdullaev (Klavier) und Diego Hernandez Suarez (Cello) zeigten sich durchweg nicht nur als versierte Techniker und bestens aufeinander abgestimmtes Trio. Auch ließen sie sich weder von der komplexen Musik beeindrucken, noch gaben sie sich dem Pathos und dem Sentimentalen hin. Stattdessen setzten sie aller Ernsthaftigkeit zum Trotz auf einen …

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Solistisches Können im Elbenwald

23.04.2012 – MAINZ Von Michaela Paefgen-Lass STAATSORCHESTER Drittes „Konzert für junge Leute“ präsentiert Blasmusik einmal anders Zwei Pappkarten mit durchnummerierten senkrechten Strichen reichen Generalmusikdirektor Hermann Bäumer, um den Grundgedanken der „Minimal Music“ zu erklären. Die beiden Karten, um einen Strich verschoben untereinander gehalten: Zwei junge Musiker, die ein kurzes musikalisches Muster um einen Ton verschoben gleichzeitig intonieren. Schon ist die „harmonische Rückung“ erklärt, die Tür zum Verständnis von John Adams „Short Ride in a Fast Machine“ geöffnet. „Das große Geheimnis der Minimal Music ist eigentlich ganz simpel“, enthüllt Bäumer beim 3. Konzert für junge Leute am Samstagabend im Großen Haus des Mainzer Staatstheaters. Anspruchsvolles Programm für die jugendlichen Zuhörer Unter der Überschrift „Symphonic Brass“ hatte sich das Philharmonische Staatsorchester Mainz mit dem Jugendblasorchester Rheinland-Pfalz herausragenden musikalischen Nachwuchs mit auf die Bühne geholt. Auf dem Programm standen Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Ein gleichermaßen anspruchsvolles Programm für die überwiegend jugendlichen Zuhörer wie Musiker. „Das ist Kunstmusik, da muss man sich reinhören“, ermunterte Hermann Bäumer, der das Orchester mit leichter Hand führte und durch das gut zweistündige Konzert …